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8 WeTransfer-Alternativen vorgestellt! - Illustration zu IT-Sicherheitsbewusstsein und Mitarbeiterschulung
Security Awareness

8 WeTransfer-Alternativen vorgestellt!

WeTransfer speichert teils Daten auf Servern in den USA. Das birgt Risiken und ruft WeTransfer-Alternativen auf den Plan.

Chris Wojzechowski Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 25. Juni 2024 5 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)

TL;DR

WeTransfer speichert trotz niederländischem Ursprung Teile der übertragenen Daten auf US-Servern - ein datenschutzrechtliches Problem, das DSGVO-konforme Alternativen notwendig macht. Für unkomplizierten Transfer ohne Registrierung eignet sich HiDrive Share vom Berliner Anbieter Strato bis 2 GB oder SwissTransfer bis 50 GB mit optionalem Passwortschutz und frei wählbarem Ablaufdatum von bis zu 30 Tagen sowie einstellbaren Download-Limits. Wer maximale Dateigrößen ohne Einschränkung benötigt, überträgt mit Terashare direkt via Peer-to-Peer-BitTorrent-Protokoll vom eigenen Rechner. File2Send und Sendanywhere runden das Angebot für kleinere Dateien bis 10 GB ab.

Diese Zusammenfassung wurde KI-gestützt erstellt (EU AI Act Art. 50).

Inhaltsverzeichnis (3 Abschnitte)

WeTransfer könnte mehreren bereits ein Begriff sein. Der Filehosting-Dienst ist seit vielen Jahren zu einer Art Standard im Datentransfer geworden. Über WeTransfer können Daten hin- und hergeschickt werden, und zwar möglichst unkompliziert und besonders einfach. Ohne Registrierung oder weitere Kosten können Daten mit einer Größe von bis zu zwei Gigabyte verschickt werden dürfen. Das Problem bei WeTransfer: Obwohl WeTransfer aus den Niederlanden stammt, werden teils Daten in den USA gespeichert - Was vielerlei datenschutzrechtliche Bedenken hervorruft. Möchte man umsteigen, so muss man sich genau nach WeTransfer-Alternativen umsehen.

Die Alternativen

Dropbox

Eine direkte Konkurrenz zu WeTransfer ist sicherlich Dropbox. Hier ist allerdings eine Anmeldung erforderlich, um Dateien hochzuladen und Dropbox ist im Grunde auch nicht nur zum Teilen von Dateien gedacht, sondern als vollwertiger Cloud-Speicher. Dennoch gibt es auch bei Dropbox das sogenannte Dropbox Transfer, welches Ihnen erlaubt, Dateien mit bis zu 100 Gigabyte Größe zu versenden. Mit Addon sind sogar bis zu 250 Gigabyte möglich.

File2Send

Für kleine Dateien ist der Service von File2Send sicherlich ganz interessant. Er erlaubt den schnellen Upload, wobei Anzahl und Größe dabei stark begrenzt werden. Das macht File2Send hauptsächlich für kleinere Dokumente oder Grafikdateien interessant, die schnell mal hin- und hergeschickt werden müssen. Der Dienst selbst ist ein deutsches Angebot.

HiDrive

HiDrive Share ist aufgebaut wie eine direkte WeTransfer-Alternative und Konkurrenz. Schon die optische Gestaltung erinnert sehr stark an WeTransfer und auch die Anordnung der einzelnen Elemente ist spürbar daran angelehnt. Der Service kommt vom Hoster Strato und erlaubt es, Dateien mit einer Größe von bis zu zwei Gigabyte hochzuladen. Der Upload ist nach der Bestätigung der AGBs ohne weitere Angaben möglich und die generierten Links erhalten sieben Tage lang ihre Gültigkeit. Das ist einfach, schnell und vollkommen unkompliziert zu nutzen. Außerdem ist Strato ein Unternehmen aus Berlin.

Sendanywhere

Denkbar einfach ist auch Sendanywhere. Dateien auswählen, hochladen, kurz Werbung ansehen und schon gibt es einen entsprechenden Code. Diesen Code kann der Empfänger eingeben, um die hochgeladenen Dateien dann wiederum herunterzuladen. Auch das geschieht erst nach einer kurzen Werbeunterbrechung. Der Code selbst ist nur wenige Minuten gültig, der Transfer muss also nach Möglichkeit flott stattfinden. Es gibt verschiedene Zusatzfunktionen, die einen Account voraussetzen und die Dateigröße ist auch auf 10 Gigabyte beschränkt.

SwissTransfer

SwissTransfer erlaubt das Senden von Dateien mit Größen von bis zu 50 Gigabyte. Es ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Bis zu 500 Dateien pro Tag können versendet werden, die je nach Bedarf und Anwendungsfall auch mit einem Passwort geschützt werden dürfen. Die Dateien sind bis zu 30 Tage lang gültig, wobei das Ablaufdatum auch separat gewählt werden kann, genau wie die Anzahl an möglichen Downloads. Das Interface ist einfach zu bedienen. Die Dateien werden nach dem Upload entweder per Mail mittels Einladung angeboten oder per Direktlink mit Ablaufdatum. Alles in allem kann SwissTransfer als einfache WeTransfer-Alternative herhalten, hat aber gleichzeitig an viele praktische Optionen gedacht.

Terashare

Bei Terashare ist der Ansatz von Peer 2 Peer und BitTorrent interessant. Denn besonders große Dateien werden von den jeweiligen Personen direkt vom eigenen Computer verteilt. Dateien, die kleiner als 10 Gigabyte groß sind, landen hingegen auf den Servern von Terashare und können somit auch dann übertragen werden, wenn Sie den eigenen Computer ausschalten. Damit eignet sich Terashare wunderbar als WeTransfer-Alternative und ist zudem erst einmal kostenlos nutzbar. Durch das Peer 2 Peer BitTorrent Protokoll gibt es außerdem keine Begrenzung der Dateigröße. Wenn Sie möchten, können Sie also komplette Dateistrukturen senden. Diese werden dann aber nicht hochgeladen, sondern eben direkt von Ihrem Computer aus gesendet.

Wikisend

Als vollumfassende WeTransfer-Alternative ist Wikisend nicht geeignet, da nur Dateien bis zu 100 Megabyte erlaubt sind. Dafür ist der Dienst für kleine Dateien schnell und ohne Anmeldung nutzbar. Hochgeladene Dateien erhalten eine eindeutige File ID und einen entsprechenden Downloadlink. Dieser ist für sieben Tage lang gültig, danach verfällt die Datei und wird entsprechend entfernt. Alles eher einfach gehalten, damit aber eben perfekt für private Zwecke.

Zeta Uploader

Der Fokus beim Zeta Uploader liegt ganz klar und unmissverständlich auf einem Dateidienst für Unternehmen. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen also des Öfteren Dateien teilen und diese effektiv übertragen möchten, gibt es eine entsprechende SaaS-Lösung in einer eigenen Cloud. Die Preise richten sich allerdings ebenfalls an Unternehmen. Durch die direkte Integration in die eigne Infrastruktur ist der Aufwand hier etwas größer. Einmal eingerichtet, erfolgt der Upload und Download dann aber ebenfalls über eine Weboberfläche. Das Ganze gibt Unternehmen mehr Sicherheit, erhöht aber die Kosten deutlich im Vergleich zu frei nutzbaren WeTransfer-Alternativen.

Braucht es eine WeTransfer-Alternative?

Am Ende bleibt die Frage, warum und wieso es überhaupt eine WeTransfer-Alternative benötigt. Privatanwender finden dafür nur wenig gute Gründe, Unternehmen hingegen schon. Dabei fängt alles mit dem Datenschutz an. Gerade in Bezug auf die DSGVO könnte es zudem wichtig sein, dass sich alle Server in Deutschland oder zumindest innerhalb der EU befinden und dies garantiert werden kann. Andere Unternehmen integrieren solche Services lieber gleich vollständig in die eigenen IT-Systeme.

Auf der anderen Seite kann es für Unternehmen daher auch Sinn ergeben, einen Service zu buchen oder eine SaaS-Lösung zu lizenzieren, über die sie die volle Kontrolle haben. Also mit einem eigenen Server sowie extra dafür personalisierte Einstellungen und Konfigurationsmöglichkeiten für jede noch so kleine Option. Je nach Unternehmensart und Unternehmensgröße kann das tatsächlich relevant für die Überlegung solcher Services sein.

Fazit

Am Ende muss und sollte jedes Unternehmen natürlich selbst entscheiden, ob es eine WeTransfer-Alternative benötigt oder nicht. Hier muss vor allem berücksichtigt werden für welchen Zweck der jeweilige Dienst benutzt werden soll.

Über den Tellerrand der Gewohnheiten hinausschauen ergibt jedenfalls immer Sinn und somit sollten auch die WeTransfer-Alternativen eine entsprechende Beachtung finden. Selbst dann, wenn es nur darum geht, mal etwas Neues auszuprobieren.

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Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

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Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
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IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)
Zertifiziert ISO 27001ISO 9001AZAV