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Darf ich DeepL bei der Arbeit benutzen? - Illustration zu IT-Sicherheitsbewusstsein und Mitarbeiterschulung
Security Awareness

Darf ich DeepL bei der Arbeit benutzen?

Kann ich DeepL ohne Bedenken für alle möglichen Übersetzungen, privat oder bei der Arbeit, verwenden? Wir haben uns damit befasst.

Chris Wojzechowski Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 21. September 2024 3 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)

TL;DR

Die kostenlose Version von DeepL speichert eingegebene Texte zur Verbesserung des zugrundeliegenden Convolutional Neural Networks - der berufliche Einsatz ohne Vorbereitung ist deshalb datenschutzrechtlich riskant. DeepL verbietet in seiner Datenschutzerklärung ausdrücklich die Übersetzung personenbezogener Daten, und das gilt auch für die kostenpflichtige Pro-Version. Wer Verträge, interne Dokumente oder E-Mails übersetzen möchte, muss alle sensiblen Informationen vorher entfernen oder durch generische Platzhalter ersetzen. Die kostenlose Variante erlaubt bis zu 5.000 Zeichen pro Übersetzung; DeepL Pro verhindert zusätzlich die Speicherung der Texte zur Produktverbesserung.

Diese Zusammenfassung wurde KI-gestützt erstellt (EU AI Act Art. 50).

Inhaltsverzeichnis (3 Abschnitte)

Der Übersetzungsdienst DeepL aus Köln erfreut sich steigender Beliebtheit und ist eine ernstzunehmende Konkurrenz für den Giganten Google, der mit seinem Dienst Google Translate ebenfalls Übersetzungen anbietet. Aber kann ich DeepL ohne Bedenken für alle möglichen Übersetzungen, privat oder bei der Arbeit, verwenden? Wir haben uns damit befasst.

Meistens gute Übersetzungen

DeepL gibt es seit August 2017, also inzwischen seit gut zweienhalb Jahren und hat, nach eigenen Angaben, bereits zu Anfang die Konkurrenz ausgestochen. Dass die Übersetzung von DeepL in der Regel gut zu gebrauchen ist, davon haben wir uns selbst schon überzeugen können und auch schon kurz in unserem Artikel zu Weiterbildungsvideos angeschnitten. Mit der kostenfreien Version von DeepL kann man bis zu 5000 Zeichen am Stück übersetzen lassen, was für viele, privat oder beruflich, ausreichend sein dürfte. Auch ganze Word und Powerpoint Dateien kann man übersetzen lassen. Einen Nachteil hat DeepL aktuell noch gegenüber der Konkurrenz: während der Übersetzer aus Köln nur 11 Sprachen versteht, bietet Google die Übersetzung zwischen über 100 verschiedenen Sprachen an. Aber sollte ich DeepL nun bei der Arbeit verwenden?

Mit DeepL bei der Arbeit übersetzen

Übersetzungsdienste finden Anwendung an vielen Stellen, etwa, wenn man sich für eine ausländische Perspektive auf aktuelle Themen interessiert oder beruflich Kontakt mit ausländischen Dienstleistern hat. Wer Verträge oder interne Schreiben bzw. E-Mails mit DeepL bei der Arbeit übersetzen möchte, sollte sich Gedanken darüber machen, was mit den Inhalten des Textes passiert. DeepL funktioniert mit einem Convolutional Neutral Network, welches stetig dazulernt. Und um dieses maschinelle Lernen zu ermöglichen, werden übersetzte Texte gespeichert. Dadurch werden die Übersetzungen mit mehr Texten auch immer besser. Das bedeutet allerdings auch, dass eventuell sensible Informationen aus dem Text mit übertragen und gespeichert werden. DeepL weist ausdrücklich in seiner Datenschutzerklärung darauf hin, dass keine Texte übersetzt werden dürfen, die personenbezogene Daten enthalten.

Beruflich lieber DeepL Pro verwenden

Ein beworbener Vorteil von DeepL Pro, der kostenpflichtigen Version, ist der erhöhte Datenschutz. Das äußert sich darin, dass die eingegebenen Texte nicht zur Verbesserung des Produkts verwendet und somit nicht gespeichert werden. Allerdings weist der Dienst auch hier darauf hin, dass keine personenbezogenen Daten enthalten sein dürfen. Wer den Dienst also für die Übersetzungen von Dokumenten bei der Arbeit oder auch privat nutzen möchte, sollte in jedem Fall personenbezogene Daten vorher entfernen bzw. durch generische Daten ersetzen. Besonders bei der Verwendung der kostenlosen Variante sollte man darauf achten, dass alle sensiblen Informationen entfernt worden sind.

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Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

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Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
  • Gänsehaut garantiert: Die schaurigsten Funde aus dem Leben eines Pentesters (2022)
  • IT Security Zertifizierungen - CISSP, T.I.S.P. & Co (Live-Webinar) (2023)
  • Sicherheitsforum Online-Banking - Live Hacking (2021)
  • Nipster im Netz und das Ende der Kreidezeit (2017)
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)
Zertifiziert ISO 27001ISO 9001AZAV